Vita

Nikolaus Koliusis* 2. November 1953 in Salzburg
lebt in Stuttgart
als gelernter Fotograf arbeitet er in den 1970er Jahren  für ein Architekturbüro.
Zu Beginn der 80er Jahre wendet er sich von der reinen Fotografie ab und beginnt Installationen zu entwerfen.
Die Architektur, der Koliusis als junger Fotograf auf der Spur war, die er fotografisch zu reflektieren gelernt hatte, blieb sein Bezugsrahmen.
Bis heute gelten seine künstlerischen Eingriffe dem Raum. Durchsicht und Reflexion, Verdeckung und Schichtung erzeugen seit dem die „Sicht“  auf die Welt.
Die Grenzen von Innenraum und Außenraum, von Zentrum und Außenrand  werden durch die Kunstwerke in immer wieder neue Bezüge gebracht. Koliusis hinterfragt scheinbar feststehende Kategorien wie Oben und Unten, Innen und Außen und schafft so eine Erweiterung der räumlichen Wahrnehmung.
Raum wird zu einem Gefüge aus Ort und Zeit.Nikolaus Koliusis
1970 – 73     Ausbildung zum Fotografen
1973 – 76     Fotograf in internationalem Architekturbüro,
Entwicklung eines Foto-Corporate- Identity-Programms
1976          Forschungsprojekt zur Simulationsfotografie an der Universität Stuttgart
1973 – 78    Gastdozent an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart
zum Thema Fotografie im architektonischen Planungsprozess
1978/79       Aufenthalt in New York, Zusammenarbeit mit John Cage und Bill Anastasi
seit 1979      architekturbezogene Projekte
1980           Stipendium des Kulturkreises im Bund der Deutschen Industrie
1989           Aufenthalt in Japan, u.A. Gastdozentur an der Universität Yamaguchi
1989 – 92   Dozent an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart
1989           Documenta IX, Projekt mit Jan Hoet: „Netz, das die Kunst schützt…“
1992           Aufenthalt in Australien
1992 – 93   Professur an der Gesamthochschule Kassel
1996           erstes Bühnenbild
1999           Kunstpreis „Freundeszeichen Artheon“
2004/2005  Zusammenarbeit mit Uwe Wiczorek, „ZwischenLicht“, Liechtenstein
2005           Architekturpreis „Renault Traffic Award 2005“
2012           1. Preis im Realisierungswettbewerb zum Gedenkort für die Opfer der Aktion T4
am Geschichtsort Tiergartenstr. 4, Berlin,  mit Ursula Wilms und Heinz W. Hallmann
2014           Langsam die Hand vor den Augen öffnen, Raum der Stille, Stuttgart
2014           Peking “PLAY THE LIGHT”
2015           GEGENÜBER, Berlin, Tiergartenstrasse 4, Berlin
Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde (T4)
2016           BLAU, Museum DKM, Duisburg (D)
2017           Blaubeziehung, Retrospektive, Museum DKM, Duisburg (D)
2018 2019  Artist in Residence bei den Stuttgarter Philharmoniker

Die Arbeiten von Nikolaus Koliusis befinden sich in bedeutenden internationalen Kunstsammlungen, permanente Installationen im öffentlichen Raum national und international.