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Nikolaus Koliusis erforscht mit seinen Arbeiten seit seiner Tätigkeit als Fotograf das Licht und seine Wahrnehmung im Sehen. Seine experimentellen Veränderungen von Räumen kreieren neue Orte. Jan Rinke, 12.2011

Nikolaus Koliusis (* 2. November 1953 in Salzburg) ist gelernter Fotograf und hat in den 1970er Jahren auch als solcher für ein Architekturbüro gearbeitet. Hieraus resultiert der für ihn bis heute wichtige Ortsbezug seiner Arbeiten. Seine Interventionen versuchen Einfluss auf den Ort zu nehmen, an dem er seine Objekte (meist aus Glas, Kunststoff oder spiegelnden Materialien) platziert, und damit die Raumwahrnehmung des Betrachters zu verändern. Die Grenzen von Innenraum und Außenraum, von Zentrum und Peripherie werden durch diese Kunstwerke als immer wieder neu zu definierende ausgestellt. Koliusis hinterfragt scheinbar feststehende Kategorien wie Oben und Unten, Innen und Außen und schafft so eine Erweiterung räumlicher Parameter.

Nikolaus Koliusis
2. November 1953,

ist ein bildender Künstler. In seinem Werk beschäftigt er sich vor allem mit Raumwahrnehmungen.
Die in seinen Arbeiten oft eingesetzten transparenten, spiegelnden und mitunter leuchtenden Materialien setzen reflexive Wahrnehmungsvorgänge in Gang.

1970 – 73 Ausbildung zum Fotografen
1973 – 76 Fotograf in internationalem Architekturbüro, Entwicklung eines Foto-Corporate-Identity-
Programms
1976 Forschungsprojekt zur Simulationsfotografie an der Universität Stuttgart
1973 – 78 Dozent an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Fotografie im architektonischen Planungsprozess
1978 erste Einzelausstellung in der Galerie Mueller-Roth, Stuttgart (D)
1978/79 Aufenthalt in New York, erste Zusammenarbeit mit John Cage und Bill Anastasi
seit 1979 architekturbezogene Projekte weltweit
1980 Stipendium des Kulturkreises im Bund der Deutschen Industrie
1981, erste internationale Ausstellungsbeteiligung, Wiener Sezession: „Erweiterte Fotografie“, Peter Weibel, Anna Auer
1989 Aufenthalt in Japan, Gastdozent an der Universität Yamaguchi
1989 – 92 Dozent an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste, Stuttgart
1989 Documenta IX, Projekt mit Jan Hoet „Netz, das die Kunst schützt …“
1992 Aufenthalt in Australien
1992 – 93 Professur an der Gesamthochschule Kassel
1996 erstes Bühnenbild
1999 Kunstpreis „Artheon“
2004/2005 Zusammenarbeit mit Uwe Wiczorek, „ZwischenLicht“, Liechtenstein
2005 Architekturpreis „Renault Traffic Award“ für 50km/h, Auto Tunnel unter dem Kunstmuseum.
2014-2015 Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde am Geschichtsort Tiergartenstr. 4 in Berlin, gemeinsam mit der Architektin U. Wilms und dem Landschaftsarchitekten H. W. Hallmann
2014 Erster Raum der Stille: „Langsam die Hand vor den Augen öffnen“
2014 – 2016 Peking Projekt

 

Die Arbeiten von Nikolaus Koliusis befinden sich in bedeutenden internationalen Kunstsammlungen, permanente Installationen im öffentlichen Raum national und international