Stuttgarter Philharmoniker machen „Blau“ mit Nikolaus Koliusis und Ariane Matiakh



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Stuttgarter Philharmoniker machen „Blau“ mit Nikolaus Koliusis und Ariane
Matiakh

Am Freitag, 19. Oktober um 20 Uhr spielen die Stuttgarter Philharmoniker unter Leitung der Dirigentin Ariane Matiakh das erste Konzert ihrer Abo-Reihe Sextett unter dem Titel „Blau“ im Beethoven-Saal der Liederhalle. Die Farbe Blau ist das Thema aller sechs Konzerte der Reihe in dieser Saison. Dazu hat das Orchester der Landeshauptstadt den Stuttgarter Künstler Nikolaus Koliusis als „Artist in Residence“ ihrer Spielzeit eingeladen, seine leuchtenden Kunstwerke zu den Konzerten beizusteuern.

„Die Konzerte der Philharmoniker werden mit Nikolaus Koliusis‘ blauen Lichtkörpern Mitspieler bekommen, die unsere Erinnerung an diese Aufführungen genauso prägen, wie die Musiker dieser Abende“, kommentiert Prof. Dr. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart, die einzigartige Zusammenarbeit.

Den ersten Konzertabend der Reihe haben die Philharmoniker der „schönen blauen Donau“ gewidmet. Unter der Leitung der französischen Dirigentin Ariane Matiakh erklingen nacheinander Kompositionen von Johannes Brahms, Johann Strauß, Franz Liszt und George Enescu.

Johannes Brahms‘ 3. Sinfonie in F-Dur macht den Anfang. Brahms, seit 1872 in Wien lebend, begegnete dem Unterhaltungsmusiker Johann Strauß mehrfach bei Konzerten und auch privat. Es wird erzählt, Brahms habe einmal die Anfangstakte des „Donauwalzers“ mit der Bemerkung kommentiert: „leider nicht von mir!“ Grund genug, mit diesem Straußwalzer das Programm fortzusetzen. Dem Verlauf der Donau entsprechend, folgt der mitreißende „Mephisto-Walzer“ des Ungarn Franz Liszt, und schließlich die „Rumänische Rhapsodie Nr. 1“ von George Enescu.

Nikolaus Koliusis begann 1973 als Gastdozent für „Fotografie im architektonischen Planungsprozess“ an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart zu arbeiten. 1978 ging Koliusis nach New York, wo er unter vielen anderen den einflussreichen Komponisten John Cage kennenlernte. 1979 stellte er zusammen mit Wolfgang Horny seine Rotationsfilme in Verona und Venedig aus. Seine Arbeit in einem Architekturbüro veranlasste ihn, mehrere architekturbezogene Projekte zu realisieren. 1988 reiste er ein weiteres Mal nach New York und entwickelte zusammen mit dem amerikanischen Künstler Leon Polk Smith ein Kunst-Projekt.

Ein Jahr später ging Koliusis nach Japan, um eine Stelle als Gastdozent an der Universität Yamaguchi anzutreten. Von 1989 bis 1992 lehrte er „Erweiterte Fotografie“ an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste. 1989 nahm er an der documenta IX. in Kassel teil, zusammen mit Jan Hoet und dem Kunstwerk „Netz, das die Kunst schützt…“. 1992 bis 1993 unterrichtete Koliusis an der Gesamthochschule in Kassel „Freie Kunst“. 2002 entstand seine erste Videoarbeit, kurz danach (2004/05) seine Lichtinstallation „50 km/h“, für die er den Architekturpreis „Renault Traffic Award 2005“ erhielt. In den letzten Jahren verwirklichte er große Kunstprojekte unter anderem in Berlin, Peking, Stuttgart und Duisburg. Nikolaus Koliusis lebt und arbeitet in Stuttgart.

Ariane Matiakh wurde vor wenigen Tagen zur Generalmusikdirktorin der Oper und der Staatskapelle Halle ab 2019/2020 ernannt. Sie ist das erste Mal bei den Stuttgarter Philharmonikern zu Gast. Sie besuchte während ihres Studiums bei Leopold Hager in Wien Meisterklassen mit Seiji Ozawa und erhielt künstlerische Impulse von Nikolaus Harnoncourt und Adam Fischer als Mitglied des Arnold Schoenberg Chors. 2006 kam der internationale Durchbruch als Dirigentin, nachdem sie kurzfristig für James Conlon in Schostakowitschs ‘Leningrader’ Symphonie mit dem Orchestre National de Montpellier einsprang. 2008 war sie Finalistin beim LSO Donatella Flick Competition, 2009 erhielt sie den „Révélation des Victoires de la musique“. Im symphonischen Repertoire war sie u.a. beim Radiosinfonieorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem WDR Sinfonieorchester und dem Münchner Rundfunkorchester zu Gast. 2014 wurde ihr vom französischen Kultusministerium der Ehrentitel „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ verliehen.

Eine Stunde vor Konzertbeginn findet für Interessierte im Beethoven-Saal eine Einführung statt.

Eintrittskarten (18,- bis 38,- Euro) gibt es über den Easy-Ticket-Service, www.easy-ticket-service.de , Tel. 0711 / 255 55 55

Weitere Infos: www.stuttgarter-philharmoniker.de

Tel. 0711.216 88 990